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Workshop I: Hijab und Rassismus - Ein Workshop von Frauen für Frauen

Im Rahmen des Projekts "Sesam öffne dich - Begegnung schafft Räume", gefördert von der MA 17 der Stadt Wien

29. April 2010

 
 

Der workshop gliederte sich in folgende zwei Bereiche:


· Teil 1: Dekonstruktion medialer Diskurse über MuslimInnen - Analyse medialer Darstellungen


Im ersten Teil des workshops wurde ein gemeinsamer theoretischer Rahmen erarbeitet, in dem es darum ging, in den Medien aufgeworfene Begriffe und Darstellungen zu kontextualisieren, um dadurch auch auf theoretischer Ebene eine Annäherung an das, im workshop behandelte Thema, zu erreichen. In Form von Kleingruppen wurden Fernsehinterviews mit JournalistInnen und MigrantInnen diskutiert, um dann im großen Plenum ein begriffliches Inventar zu entwickeln. Dabei ging es vor allem darum, in der Gruppe Ansätze zu erarbeiten, wie man Rassismen in öffentlichen Diskursen zu erkennen, benennen und damit auch zu dekonstruieren vermag. Dazu war es vor allem nötig, sich subtileren Formen eines Kulturrassismus zu widmen, der sich oftmals als aufgeklärt, und um Menschenrechte bemüht, präsentiert, dabei jedoch erneut Gefahr läuft, MigrantInnen in ihrer vermeintlichen Opferrolle festzuschreiben. In Anlehnung an Michel Foucault wurden deshalb Fragen eines Macht-Wissen-Komplexes, der manichäischen Konstruktion von "Kulturunterschieden" sowie der Einbettung dieses Wissens über "die Anderen" in gesellschaftliche Strukturen, wie Geschlechte- und Klassenverhältnisse erörtert. Spannend dabei war vor allem das gemeinsame Ausverhandeln unterschiedlicher Erfahrungshintergründe muslimischer und nicht muslimischer Teilnehmerinnen, denn durch die Auseinandersetzung mit den Lebensrealitäten der jeweiligen "Anderen" konnte die eigenen Fremdbildkonstruktionen ein Stück weit aufgebrochen werden und festgestellt werden, dass es weder "die Muslimin", noch "die Österreicherin" als Protoyp gibt.

· Teil 2: Handlungsstrategien gegen rassistische Angriffe im Alltag - in Anlehnung an die Methode des Theaters der Unterdrückten


Im zweiten Teil des workshops ging es um die praktische Aufarbeitung und Rekonstruktion rassistischer Gewalterfahrungen in Form von Rollenspielen. Die nachgestellten Erlebnisse waren aus dem Alltag der Projektmitarbeiterinnen gegriffen und wurden in Anlehnung an die Methode des "Theaters der Unterdrückten" nachgestellt. Dem "Publikum" wurde dabei die Möglichkeit gegeben, in die Situation einzugreifen und im vertrauten Rahmen, Strategien zur Lösung rassistischer Gewalterfahrungen zu erarbeiten. Da sich der workshop ausschließlich aus Frauen zusammensetzte, bot dies den Teilnehmerinnen die Möglichkeit, recht rasch ein vertrauensvolles und respektvolles Klima zu schaffen, in dem sich jede frei entfalten konnte, um dadurch auch die eigenen Grenzen, Ressourcen und Kräfte zu entdecken. Im Rahmen der anschließenden Diskussion wurde von den Teilnehmerinnen betont, dass durch die Schaffung eines "Frauenraumes" ein emanzipativer Kontext erreicht wurde, der dazu beitrug, von den Strategien der anderen Teilnehmerinnen zu profitieren, um dadurch eigene Handlungsanleitungen für mehr Zivilcourage im Alltag zu entwickeln.

Anzahl der Teilnehmerinnen: 40


Erreichte Ziele
- Perspektvübernahme anderer Rollen, auch jene von rassistischen TäterInnen und dadurch ein erweitertes Verständnis und mehr Sensibilität für die komplexen Dynamiken rassistischer Gewalterfahrungen im Alltag.
- Dekonstruktion rassistischer Argumentationen, Rassismus zu erkennen und auch zu benennen, um dadurch auch in konkreten Situationen über mehr Handlungsmacht zu verfügen
- Stärkung persönlicher Ressourcen und Stärken durch die Erprobung von Handlungsszenarien in einem geschützten Rahmen.
- Durch das gemeinsames Tun und Handeln in der Gruppe war auch ein Kennenlernen zwischen muslimischen und nicht-muslimischen Teilnehmerinnen möglich, in dem es auch möglich wurde, kritische Fragen kontroversiell zu erörtern.

 


Bildergalerie Workshop I

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