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Erster kurzer Veranstaltungsbericht der Ausstellung "Palästina - Kultur im Exil", 24.-27.April 2008

 


Bild: Dr. Anas Shakfeh, Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich als Eröffnungsredner der Ausstellung "Palästina - Kultur im Exil"

Bild: Dr. Hweidi, Generalsekretär von Thabit


Bild: Fritz Edlinger, Generalsekretär der GÖAB


Bild: Paula Abrams-Hourani, Jüdische Stimmen für einen gerechten Frieden


Bild: Eröffnung der Ausstellung "Palästina - Kultur im Exil"


Bild: Eröffnung der Ausstellung


Bild: Podiumsdiskussion


Bild: Podiumsdiskussion

Erste kurze Nachlese

Ausstellung "Palästina - Kultur im Exil"

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Seit mittlerweile 60 Jahren leben palästinensische Flüchtlinge in Flüchtlingslagern im Libanon. Die ersten Flüchtlinge sind 1948 im Zuge der Gründung des Staates Israel, die mit der Vertreibung von 700 000 PalästinenserInnen einherging, in die angrenzenden arabischen Länder geflüchtet. Im Libanon leben heute mittlerweile 400 000 palästinensische Flüchtlinge.
Die Lebensbedingungen in den Lagern sind schlecht - neben einer miserablen humanitären Situation ist auch die politische und rechtliche Lage sehr schwierig - palästinensische Flüchtlinge sind immer wieder Bedrohungen und Angriffen ausgesetzt.
Dennoch ist die palästinensische Zivilgesellschaft in den Lagern sehr aktiv und lebendig - unzählige soziale, politische und kulturelle Initiativen werden unter diesen schwierigen Bedingungen durchgeführt. Einerseits wird dadurch die Verbindung zu Palästina aufrechterhalten, andererseits der Alltag im Lager mit sozialem Leben gefüllt.
Die Ausstellung gab Einblicke in diese sozialen und kulturellen Ausdrucksformen der palästinensischen Zivilgesellschaft im Exil.

Textiles Kunsthandwerk und Stickerei weist in Palästina eine lange und lebendige Tradition auf. Neben landläufigen und verbreiteten arabischen Mustern und Verzierungen treten in den Stickereien lokal-spezifische Variationen auf, die oftmals ganz typisch und charakteristisch für bestimmte Regionen, Städte und Dörfer sind.
In der Ausstellung mit mehr als 200 Exponaten wurde dieses Kunsthandwerk und seine Variationen auch einem österreichischen Publikum umfassend zugänglich gemacht. Zu den Ausstellungsstücken zählten neben handgearbeiteten und reich bestickten Kleider, Tücher, Deckchen, Wandschmuck, u.v.m. auch "Stücke der Erinnerung", Orginalstücke wie z.B. eine palästinensische Hochzeitseinladungen aus der britischen Mandatszeit, Führerscheine und Reisepässe, ausgestellt von der Palästinensischen Regierung vor 1948, Schlüssel jender Häuser, die palästinensische Familien während der Nakba verlassen mussten und andere Dokumente, sorgsam aufbewahrte Zeugnisse einer palästinensischen Gesellschaft vor der Nakba.

Eine Fotosinstallation mit raren Archivaufnahmen aus Palästina zwischen 1848 und 1948 ergänzte die Ausstellung, die täglich von 10 bis 20 Uhr besucht werden konnte.

Am Abend der Eröffnung folgten den Eröffnungsreden der Ehrengäste ein Konzert der palästinensischen Musikgruppe Hanin aus Dänemark und eine Podiumsdiskussion zum Thema Geschichte, Gegenwart und Perspektiven - Möglichkeiten und Grenzen der EU als politische Akteurin und Vermittlerin im Nahostkonflikt. Zur Frage des Rückkehrrechts palästinensischer Flüchtinge und deren Auswirkungen auf eine friedliche Lösung des israelisch-palästinensischen Konfliktes. ReferentInnen waren a.o.Univ. Prof. Dr. Andrea Komlosy von der Universität Wien, Dr. Daud Abdullah, stellvertretender Generalsekretär des Muslim Council of Britain und Mitarbeiter des Palestinian Return Centers London, sowie Dr. Hannes Swoboda, Mitglied des Europäischen Parlaments und stellvertretender Vorsitzender der Fraktion der Sozialdemokratischen Partei Europas.

Der zweite Abend der Ausstellung erinnerte mit dem Film "The Return" an die Vertreibung und Flucht der Palästinensischen Bevölkerung vor 60 Jahren und die aktuelle Situation der palästinensischen Flüchtlinge in der Diaspora. Gegen 19 Uhr erzählten zwei palästinensische Zeitzeugen, Herr DI. Said Khadra und Dr. Bassam Khalidi in einem Live-Interview von ihren persönlichen Erinnerungen aus den Tagen und Wochen der Nakba, als sie im Kindesalter ihre Heimat Palästina verlassen mussten.

Am dritten Abend wurde in einem Workshop, den etwa 30 Personen besuchten versucht, die Darstellung des palästinensisch-israelischen Konflikts in den europä�ischen Medien kritisch zu analysieren und gemeinsame Kriterien zu entwickeln, anhand derer Medienkonsumenten die Berichterstattung hinterfragen können.

Am vierten und letzten Abend bot Marwan Abado den BesucherInnen ein Konzert mit Oud und Gesang, und traditioneller palästinensischer Dabke-Tanz beendete schließlich die viertägige Ausstellung.

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Eine Veranstaltung von:



Thabit - Palestinian Organization For The Right of Return und Verein für antirassistische und friedenspolitische Initiative - Dar al Janub

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gefördert von Kulturabteilung der Stadt Wien


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mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen GÖAB


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Teil der Agendagruppe
Weltenreise II der Lokalen Agenda 21 Wien


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Teil der Aktionstage Politische Bildung 2008 des Zentrum polis, im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur



Wir bedanken uns im Namen aller Veranstalter bei den zahlreichen unterstützenden Organisationen und Einzelpersonen, die die Ausstellung "Palästina - Kultur im Exil" möglich gemacht haben.
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