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Nachlese:
Kolloquium
Das Recht auf Wasser

Die Monopolisierung der Wasserressourcen als Versuch der Herrschaftssicherung über die Arabische Welt?

 

Am Donnerstag, den 9. März 2006 fand im Dar al Janub ein Kolloquium zum Thema der Verteilung der Wasserressourcen in der arabischen Welt und deren politischen Implikationen statt.

Frau Dipl.Ing. Dr. Sahar Haridy (Hydrologin der Universität Kairo, Expertin auf den Gebieten der Grundwasserhydrologie, Wasserqualität, Grundwassermodellierung, Grundwasserverschmutzung und NAPL Transport in der ungesättigten Zone) bettete in ihrem Referat die Wasserproblematik in den Kontext der zentralsten Fragen im arabisch-israelischen Konflikt und ging auf die vorhandenen Wasserressourcen der Region, sowie auf die Wasserverteilung und den Verbrauch in Palästina/Israel ein.
Auf eindrückliche Weise schilderte sie, wie der israelische Staat die Wasserressourcen nicht nur Palästinas, sondern auch der benachbarten arabischen Länder wie Ägyptens, Syriens, Libanons und Jordaniens anzapft, verschwendet und nachhaltig verschmutzt.
(» Dr.Haridys Vortrag als PowerpointPräsentation)

Klaus Polkehn, Journalist und Autor zahlreicher Bücher über die arabische Welt ergänzte die Ausführungen von Dr. Haridy und berichtete über die weitreichenden Folgen und Konsequenzen für die gesamte Region. Herr Polkehn zeigte auf, dass es sich bei der Frage des Wasser nicht nur um eine Ressourcen des alltäglichen Lebens handelt, sondern dass durch die von Israel verursachten Schäden irreversible politische, wirtschaftliche und soziale Konsequenzen in der gesamten Region und für einen zukünftigen palästinensischen Staat nach sich ziehen.
(» Vortragsmanuskript von Herrn Klaus Polkehn)


Als Ehrengast durften wir Herr Mag. Nadim Dahdal, Korrespondent der Syrischen Presseagentur der Botschaft der Arabischen Republik Syrien in Wien begrüßen. Im Anschluss an die beiden Vorträge gab es eine angeregte Diskussion zwischen dem Publikum und den beiden Referenten, bei der es insbesondere um die Frage ging, welche Perspektiven es für die Palästinenser und Palästinenserinnen - trotz der einseitigen und irreversiblen Ausplünderung der Naturressourcen - gäbe. Der Abend endete mit einem Buffet, bei dem es die Möglichkeit gab sich mit den beiden Referenten auszutauschen.

 

 
 

 

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