Dar al Janub, Kleistgasse 8/3, 1030 Wien - jeden Freitag ab 18.30 Uhr geöffnet - herzlich willkommen        

 
Remapping Palestine

 


Publikation (vergriffen)

 

...

MMag. Peter Melvyn von der "Kritische Jüdische Stimme" (Österreich)/ (Netzwerk "European Jews for a Just Peace in the near East") an "Johnny Reckless" zu seiner Kritik am Symposium "Remapping Palestine", erschienen in der jüngsten Ausgabe der ÖH-Zeitung "unique" unter dem Titel "Remapping Antisemitsm"

An Herrn Johnny Reckless!


Ihr Pseudonym entspricht völlig dem Inhalt Ihres Schreibens in "Unique". Warum verbergen Sie Ihre Identität? Dass alles, was israelkritisch ist als "antisemitisch" bezeichnet wird, ist ja bekannt. Dass Sie daher zwischen Judentum, Antisemitismus und Kritik an dem Staat Israel nicht zu unterscheiden wissen - oder nicht wollen - ist nicht weiter erstaunlich. Nur hat dies nicht mehr die gleiche Wirkung wie noch vor einigen Jahren. Die Welt wird sich allmählich der Untaten der rechtsextremen Netanjahu- Lieberman-Regierung und insbesondere ihrer Armee bewusst, wie z.B. die UNESCO-Abstimmung zeigte. Daher werden auch die Reaktionen derer, die Israel bedingungslos unterstützen, immer heftiger und irrationaler.


Hätten Sie Ilan Pappes Buch gelesen, wäre Ihnen vielleicht aufgefallen, dass er in den "Endnotes" (engl. Ausgabe) seine Quellen anführt wie z.B., die israelischen Staatsarchive, die des Palmach, der zionistischen Vereinigungen, die Tagebücher Ben Gurions u.a. wie schon der Historiker Benny Morris vor ihm. Auch die Archive der Vereinten Nationen in New York bieten Einblick, z.B. zur "Nakba" in Galilea. War die Vertreibung von rund 750.000 Palästinensern aus ihrem Land und die Aneignung ihres gesamten Eigentums etwa keine "ethnische Säuberung"?


Obwohl Israel keineswegs mit Nazideutschland zu vergleichen ist, ist es leider eine Tatsache, dass die israelische Armee sich zahllose, oft äußerst grausame, Übergriffe und Menschenrechtsverletzungen leistet, die an jene der Organe Nazideutschlands erinnern, die auch von anderen Kolonialmächten wie Frankreich in Algerien, begangen wurden, die, zugegeben, schlimmer waren als jene Israels. Nur behaupteten Kolonialmächte wie Frankreich, Großbritannien, Belgien nicht, dass in ihren Kolonien - Algerien, Indien oder in Belgisch-Kongo - eine "Demokratie westlicher Prägung" herrschte. wie es Israel tut, Welche westliche Demokratie hält noch ein anderes Land besetzt und unterdrückt brutal ein anderes Volk? Warum sollte daher Ilan Pappe "objektiv" sein?


MMag. Peter Melvyn
"Kritische Jüdische Stimme" (Österreich)
(Netzwerk "European Jews for a Just Peace in the near East")

Anmerkung: Wir verzichten an dieser Stelle den von Peter Melvyn kritisierten Artikel "Remapping Antisemitism" von "Johnny Reckless" aus der "unique" zu veröffentlichen, da es uns unpassend erscheint, den oder die anonyme/n AutorIn oder "unique" nach den Copyrights zu fragen. "unique" ist die Zeitung der HochschülerInnenschaft an der Universität Wien und erscheint laut Eigenangabe 11 Mal im Jahr. Sie kann bei der ÖH am UniCampus eingesehen werden und erscheint verzögert auch online.

 

Herbst/Winter-Programm des Dar al Janub: Antifaschistische Filmwochen

 

Filmwochen im Dar al Janub: Antifaschismus im Film

18. November 2011 bis 13. Januar 2012, jeweils um 18:30 Uhr

  • Rom, offene Stadt - Roberto Rossellini, Italien 1945
    Datum: 18.11.2011, Dar al Janub

    Geschildert werden die Aktivitäten einer römischen Widerstandsgruppe während des Zweiten Weltkrieges. Ihre Mitglieder geraten dabei ins Visier der Gestapo und werden wenig später gefasst, die Verlobte eines Mitglieds dabei auf offener Straße getötet. Der Widerstand befreit zwei von ihnen, eine enttäuschte Liebhaberin verrät sie jedoch erneut. Ein ranghoher Führer der Gruppe kommt bei den anschließenden Folterungen ums Leben, ein Priester wird hingerichtet.


  • Sie nannten ihn Amigo - Heiner Carow, DDR 1959
    Datum: 25.11.2011, Dar al Janub


    Der Film schildert die Erlebnisse des 15jährigen Jungen Rainer Meister, dessen Spitzname Amigo lautet, in Berlin im Jahr 1939. Amigo findet in einem Hinterhofkeller den aus einem Konzentrationslager entflohenen politischen Häftling Peter Grosse. Amigo hilft Pepp, obwohl er aufgrund der kommunistischen Einstellung seiner Eltern und einer vorherigen Verhaftung seines Vaters weiß, in welche Gefahr er sich damit begibt. Sein Bruder Horst Meister, "Hotta" und dessen Freund Axel Sinewski, "Sine" erfahren von Pepp und dessen Unterstützung durch Amigo, schweigen jedoch zunächst aufgrund von dessen Drängen. Sine erzählt jedoch später seinem Vater von Amigos Hilfe für den flüchtigen Häftling. Der Vater gibt dies an die entsprechenden Behörden weiter. Amigo stellt sich, um seinen Vater und Pepp zu retten, und wird daraufhin verhaftet und selbst in einem Konzentrationslager eingesperrt. Dennoch wird sein Vater von der Gestapo festgenommen und zwei Jahre später in Plötzensee hingerichtet.


  • Ein Menschenschicksal - Sergej Bondartschuk, UDSSR 1959
    Datum: 02.12.2011, Dar al Janub


    Nach dem Beginn des Angriffs Deutschlands auf die Sowjetunion muss der Zimmermann Andrej Sokolow Abschied von seiner Familie nehmen. Er wird in den ersten Kriegsmonaten verwundet und gerät in Gefangenschaft. Er überlebt zwei Jahre Konzentrationslager und kann schließlich mit Geheimpapieren hinter die Frontlinie fliehen, die er an die Rote Armee aushändigt. In einem kurzen Heimaturlaub muss er feststellen, dass seine Frau und die beiden Töchter bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen sind. Nur sein Sohn, inzwischen ein junger Offizier, ist ihm geblieben. Wieder an die Front zurückgekehrt, erhält er am letzten Kriegstag die Nachricht, dass sein Sohn gefallen ist. Als er nach dem Krieg einsam und allein an einem fremden Ort arbeitet, lernt er den kleinen Waisenjungen Wanja kennen, dessen Mutter tot und dessen Vater gefallen ist. Sokolow gibt sich als sein Vater aus, um dem Jungen und sich selbst eine Perspektive zu geben.


  • Edelweispiraten - Niko von Glasow, BRD 2004
    Datum: 09.12.2011, Dar al Janub


    Im Kölner Stadtteil Ehrenfeld lebt eine Gruppe von Arbeiterkindern kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs ihren ganz eigenen Alltag. Die selbsternannten „Edelweißpiraten“ träumen von einer gerechten Welt und sehnen sich nach der unbeschwerten Vergangenheit. Sie rebellieren gegen das Naziregime. Einer von ihnen ist Karl, der sich in die etwas ältere Cilly verliebt hat. Cilly hat zwei Kinder mit Karls älterem Bruder, der im Krieg gefallen ist. Peter, Karls jüngerer Bruder, ist Mitglied der Hitlerjugend, doch als der Vater der Brüder im Krieg fällt, wendet er sich von der Gemeinschaft ab und tritt den Edelweißpiraten bei. Sie lernen den KZ-Häftling Hans Steinbrück kennen und bringen ihn bei Cilly unter. Mit Hans leisten sie verstärkt Widerstand gegen die Nazis, indem sie Juden verstecken und Waffen organisieren.


  • Der unsichbare Aufstand - Constantin Costa Gavras, Frankreich, Italien, BRD 1972
    Datum: 13.01.2012, Dar al Janub


    Der Film beginnt mit der Auffindung eines verdächtigen geparkten PKWs in einem großstädtischen Randgebiet. Im Fond des Fahrzeugs findet die Polizei unter der Rückbank die Leiche des gesuchten „Entwicklungshelfers“ Philip Michael Santore, der eine Woche zuvor zusammen mit einem ausländischen Diplomaten von Stadtguerillas entführt wurde. Die Regierung ordnet ein Staatsbegräbnis an, das im staatlichen Fernsehen übertragen wird. Danach werden die Ereignisse, die zur Ermordung des Mannes führten, in Rückblenden dargestellt. Neben dem vermeintlichen Entwicklungshelfer, der beim Kidnapping durch einen Schuss verletzt wird, entführen die Tupamaros einen brasilianischen Konsul sowie einen – kurz darauf wieder frei gelassenen – Sekretär der US-amerikanischen Botschaft. Santore und der Konsul werden in ein geheimes Versteck im Keller eines Wohnhauses gebracht. Dort halten die maskierten Entführer sie gefangen und vernehmen sie in den folgenden Tagen zu ihren Tätigkeiten. In einem Ultimatum wird die Freilassung von politischen Gefangenen für das Leben und die Freiheit der Geiseln gefordert.

    Eintritt frei*

.

» Fotogalerie Remapping Palestine

 

 

Infofeld: Kontroverse im Vorfeld zum Symposium "Remapping Palestine"

Stellungnahme des Vereins zur Kritik am Symposium "Remapping Palestine", veröffentlicht in der Wiener Zeitung, Printausgabe 25.08.2011

Remapping Palestine - comment to criticism published in the Wiener Zeitung, print edition 25.8.2011, page 8, online edition 24.8.2011 - English version

Weicht die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit dem politischen Druck? - Offener Brief an Dr. Hartmeyer, Leiter der Abteilung "Förderung Zivilgesellschaft" der Austrian Development Agency, 19.09.2011

Did the Austrian Development Agency yield to political pressure? Open Letter to Dr. Hartmeyer, Department Head Funding/Civil Society

APA-Aussendung 19.09.2011

press release 20.09.2011

Stellungnahme des Vereins zur OTS-Aussendung der Österreichischen HochschülerInnenschaft vom 14.10.2011

 

Remapping Palestine - English version

Symposium: Remapping Palestine - Historische und Geographische Entwicklungen, aktuelle Implikationen und Perspektiven im Nahost-Konflikt

Podiumsdiskussionen, Workshops, Vorträge, Ausstellung, Konzert

19. bis 21. Oktober 2011

Eröffnung: 19. Oktober 2011, 18 Uhr

ReferentInnen unter anderen:

Joseph Massad - Dozent an der New Yorker Columbia University für "Modern Arab Politics and Intellectual History", USA

Salman Abu Sitta - Gründer und Präsident der Palestine Land Society, Großbritannien


Ilan Pappé - Israelischer Historiker, Autor und Professor an der Universität Exeter, Großbritannien

Viktoria Waltz - ehemalige Dozentin an der Fakultät Raumplanung der Universität Dortmund und ehemalige Regierungsberaterin des palästinensischen Wohnbauministeriums in Gaza und Ramallah, Deutschland

Ali Hweidi - Journalist, Generalsekretär der palästinensischen NGO „Thabit“, Libanon

Annette Groth - deutsche Bundestagsabgeordnete "DIE LINKE", Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe und im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, stellvertretendes Mitglied im Auswärtigem Ausschuss und im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union.

Umar al-Ghubari - Aktivist der israelischen NGO "Zochrot", Israel


Als sich vor über 60 Jahren im Schatten der Nachkriegszeit eine der größten Flüchtlingstragödien der Gegenwartsgeschichte ereignete, erarbeitete die neu gegründete UNO, nicht zuletzt als Konsequenz aus den Verbrechen des Nationalsozialismus und den mörderischen Folgen des 2.Weltkriegs die Charta der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Zur gleichen Zeit aber wurden eben diese Rechte im ehemals britisch-kolonialen Protektorat Palästina tausendfach ignoriert, verletzt und gebrochen.

Seit über 60 Jahren ringen PalästinenserInnen seither zunächst für das Selbstverständlichste: die Anerkennung ihrer Existenz, die Anerkennung des an ihnen begangenen Unrechts und die Anerkennung ihrer Rechte (...weiterlesen)

Eintritt frei

Details zum Programm »




gefördert durch/unterstützt von


.


 

 

 

Bilder vom Sommerfest im Dar al Janub, 17.06.2011

Auch dieses Jahr fand im Dar al Janub das schon traditionell gewordene Sommerabschlussfest statt. Vor der diesjährigen Sommerpause, in der das Dar al Janub freitags geschlossen bleibt, gab dieses Fest die Möglichkeit noch einmal zusammen zu kommen, bei einem Buffet einander kennenzulernen, Freundschaften zu schließen, über vergangene und zukünftige Aktivitäten und Veranstaltungen zu sprechen oder auch sich über die Arbeit des Vereins zu informieren.

Wir wissen nur zu gut, dass unsere Freiheit unvollständig ohne die Freiheit der PalästinenserInnen ist (Nelson Mandela)

Sticker, 10,5 cm x14,8 cm, erhältlich im Dar al Janub

 


Gaza 2010
Gaza 2010 - Reports, expertises, analysis (English Version)

Kurzer Veranstaltungsbericht

Am Samstag, 16. Jänner 2010 fand im Albert-Schweitzer-Haus in Wien die Diskussions- und Informationsveranstaltung " Gaza 2010 - Berichte, Expertisen, Einschätzungen: Ein Jahr nach den Angriffen auf Gaza" statt. Etwa 150 bis 200 Personen besuchten den Diskussionsabend, ...(mehr »)

Fotos der Veranstaltung "Gaza 2010 - Berichte, Einschätzungen, Expertisen: Ein Jahr nach dem israelischen Angriff auf den Gazastreifen"


» Fotos: Slideshow starten


Podiumsdiskussion
Datum: 16. Januar 2010, 17 Uhr
Veranstaltungsort: Albert-Schweitzer-Haus, Großer Saal, Schwarzspanierstraße 13, 1090 Wien

Gäste am Podium:

Prof. Dr. Helga Baumgarten - Autorin, Politologin, Universität Birzeit/Ramallah (Palästina)

Mag. Hadil Ghazzawi - palästinensische Ernährungswissenschaftlerin, zur Versorgungssituation der Menschen im Gazastreifen

Erwin Lanc - Bundesminister a.D., Ehrenpräsident des International Institute for Peace, Wien. "Völkerrechtliche Aspekte des israelischen Angriffs auf Gaza"

MSP Pauline McNeill - Abgeordnete des Schottischen Parlaments, Mitglied der Delegation nach Gaza

Dr.med. Muneer Deeb - PalMed Deutschland, Oberarzt der Klinik für Allgemein,- Viszeral- u. Thoraxchirurgie im Klinikum Kassel, operierte während der Angriffe in Gaza

Liveschaltungen, Interviews und Videoleitung aus dem Gazastreifen und der Westbank - u.a. mit Dr. Maryam Saleh - Abgeordnete zum Palästinensischen Legislativrat

Programm:
17:00h - Eröffnung der Veranstaltung und Begrüßung
- Vortrag Hadeel Ghazzawi: "Die Ernährungssituation im Gazastreifen"
- Vortrag und Erfahrungsbericht Dr. Muneer Deeb: "Die Situation in den Krankenhäusern in Gaza zur Zeit der Angriffe vor einem Jahr und heute, nach Jahren der Blockade"

19:00h - 19:30h - Pause
19:30h - Kultureller Beitrag: Arabische Oud-Musik

19:45h - Vorträge, Liveschaltungen, Podiumsdiskussion u.a. mit Erwin Lanc, Helga Baumgarten, Liveschaltungen, Interviews und Videobotschaften aus dem Gazastreifen und dem Westjordanland (u.a. mit Maryam Saleh – Abgeordnete zum Palästinensischen Legislativrat)
21:30h - Buffet mit arabischen und palästinensischen Speisen

Veranstalter:
Dar al Janub - Verein für antirassistische und friedenspolitische Initiative
Koordinationsforum zur Unterstützung Palästinas

in Kooperation mit der Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen

.
.
.
.....
.
.
.
.

.
 


.


Impressum

Copyright © Dar al Janub - Verein für antirassistische und friedenspolitische Initiative

Dar al Janub als Startseite definieren