...
.
.
 
....
 
.

Bericht al-Wafaa Konferenz vom 18.10.2014 in Rotterdam „Dressing the wounds & re-housing the displaced“

Der Titel und die Ziele der Konferenz sind und bleiben mehr als ambitioniert, doch das Motto der Konferenz, „Versuchen wir das Unmögliche“, ist trotz der dramatischen Situation in Gaza von den TeilnehmerInnen bestärkt worden.


Ärzte und Fachkräfte aus den verschiedensten Gebieten gaben einen umfassenden Überblick über die Dimensionen der seelischen und körperlichen Verwundungen der Überlebenden, über die Dimension der Zerstörung von Wohnhäusern und der zivilen Infrastruktur im Gazastreifen die durch die israelischen Angriffe im Sommer 2014 verursacht wurden.

Einen ersten Eindruck davon, welche Folgen die israelischen Kriegsführung hat, bei der mehr denn je die Zivilbevölkerung im Fokus stand, vermitteln die zehntausenden Schwerstverwundeten, aber auch die Zerstörung wichtiger medizinischer Einrichtungen. Beispielsweise wurde das al-Wafaa Krankenhaus durch gezielte Angriffe der israelischen Armee völlig zerstört. Dieses Krankenhaus war das einzige Hospital, das auf physische Rehabilitation spezialisiert und damit essentiell wichtig war, um die, durch die israelischen Bombardements verstümmelten Opfer zu versorgen. Nun gibt es in Gaza keine Möglichkeit mehr die Menschen adäquat zu behandeln. Viele Opfer sind vor allem Kinder und Jugendliche, der Angriff schuf damit eine ganze Generation von Invaliden und Versehrter.

Die erst kürzlich abgehaltene UN-Geberkonferenz für den Wiederaufbau von Gaza hat weder das weiterhin bestehende Embargo in Frage gestellt, noch ein Ende der Besatzung gefordert, die jeden Wiederaufbau und jede nachhaltige Entwicklung verunmöglicht.
Von den ExpertInnen, die auf der Wafaa-Konferenz zu Wort kamen, wurde die Dringlichkeit eines schnellen Wiederaufbaus noch vor diesem Winter betont. Dazu werden jetzt die dringendsten Bedürfnisse durch Fachkomitees vor Ort evaluiert und kategorisiert.

Eine Studie, vorgestellt von Dipl. Ing. Dipl. Ing. Ibrahim Abu Thorya, dem Vorsitzenden von PaTech, schlägt ein Holzhüttenprogramm vor, um mit einer schnellen und wirksamen Maßnahme auf die Bedürfnisse der obdachlosen Bevölkerung (ca. 18.000 zerstörte Wohneinheiten; OCHA) zu reagieren. Holz ist einerseits günstig und fällt andererseits (zumindest derzeit) nicht unter das israelische Embargo. Dieses Programm dient tatsächlich keinem nachhaltigen Wiederaufbau. Doch die Erfahrung zeigt, so Abu Thorya, dass alles, was in Palästina mit dem Ziel der Langfristigkeit erbaut wird (Flughäfen, Straßen, Verwaltungsgebäude, usw.) geradezu ein Ziel für weitere israelische Angriffe abgeben würde.

Auch die Problematik der Obdachlosigkeit ist eng mit den Zielen der israelischen Kriegsführung verflochten und wirkt nachhaltig. Beispielsweise sind nach wie vor die UN-Schulen und - Einrichtungen mit Flüchtlingen überfüllt. Da der Schulbetrieb aber längst begonnen hat, wirkt sich diese Situation auch hier besonders dramatisch aus. Die junge Generation der PalästinenserInnen in Gaza wird damit auch in ihren Bildungsmöglichkeiten beschränkt.

Die Al-Wafaa Konferenz ist eine humanitäre und zivilgesellschaftliche Antwort auf die mediale Abwesenheit über der Lage von Gaza und die Tatenlosigkeit der internationalen Staatengemeinschaft. Es soll versucht werden Firmen, Entwicklungsorganisationen und Initiativen zu mobilisieren, die der geplagten Bevölkerung in Gaza mit unmittelbarer Hilfe zu Seite stehen, die dringend benötigte medizinischen Versorgung der von Vertreibung und Verletzungen betroffenen BewohnerInnen des Gazastreifens nach dem israelischen Angriff zu gewährleisten. Dies soll in Korrespondenz mit offiziellen europäischen Institutionen geschehen. Es soll daher demnächst auch ein Koordinierungsbüro von den OrganistorInnen in Gaza errichtet werden.


Beispielhaft für eine europäische Zivilgesellschaft sind die ergreifenden Berichte derjenigen MedizinerInnen, die während der Bombardierungen Gazas die Sicherheit eines Lebens in Europa eintauschten, um in den Krankenhäusern in Gaza unter Dauerbeschuss solidarisch ihren Dienst zu leisteten. Sie sind der Beweis dafür, dass der Glaube an die Menschlichkeit Berge versetzen kann und Solidarität unmittelbar und greifbar sein kann.

Dar al Janub – Verein für antirassistische und friedenspolitische Initiative wird seine Möglichkeiten und Kompetenzen in der Öffentlichkeitsarbeit und im Awareness Building nutzen und in den nächsten Wochen und Monaten Überlegungen diskutieren, wie ein konkreter Beitrag für Gaza aussehen kann.


Info unter:
www.gazacare.eu
http://www.palmedeurope.de/
http://paltech.de/

 
 

asdflsadlfkldfjlksdajflasdlfklasdfjlsdajflsjdafasdfasdfasdfasdfasdf

asdfasdfsdafasdf sdf

asdf asdf fsa


.


Impressum

Copyright © Dar al Janub - Verein für antirassistische und friedenspolitische Initiative