Erich Fried – Texte gegen Krieg und Entfremdung

Event details

  • 18. September,2020
  • 18:30
  • VZ-Praterstern Praterstern 1 1020 Wien (Großer Saal)

Erich Fried

Texte gegen Krieg und Entfremdung

Vortrag und Lesung mit Rolf Becker

Erich Fried wurde vor 99 Jahren in dieser Stadt – in Wien – geboren. Diese Stadt, die ihn, wie unzählige andere Menschen vertrieb und verstieß, um ihn und wenige andere mit einer gekonnten Leichtfertigkeit später wieder zu integrieren.
Aus diesem Grund könnte man im Brecht‘schen Sinn vielleicht das Wesentlichste hervorheben, was uns Erich Fried hinterließ – das „nicht Schweigen“ des Dichters, an das wir uns erinnern. Im Gegensatz zu einigen Obrigkeiten seiner Geburtsstadt Wien, die nicht nur Schweiger, sondern auch Diffamierer waren und sind, hat sich Erich Fried stets in finsteren Zeiten zu Wort gemeldet, als andere das „Goldene Zeitalter“ besangen.
Ein anderer, der Erich Fried auf der Straße kennenlernte, bei den Protesten der Schüler- und Studentenbewegung 1968, ist Rolf Becker. Der Schauspieler und politisch Aktive, der oft seine Stimme für die einsetzt, deren Stimme nicht gehört werden soll, der für Menschen da ist und den Krieg nicht als notwendig akzeptieren will, wird Texte von Erich Fried vorlesen.
Wenn Menschen noch spüren und (mit)leiden können, widerständig reagieren bei den Reden wie von Trump oder von der Leyen, sich der Hetze gegen „die Anderen“ verweigern, dann folgen sie menschlichen Grundbedürfnissen nach Solidarität und Geschwisterlichkeit, entkommen der Entfremdung.
Versuchen wir an diesem Abend der Entfremdung zu entkommen. Yallah!

Eine Veranstaltung des Vereins für antirassistische und friedenspolitische Initiative/Dar al Janub

Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten.

Fotonachweis: Jenneßen, Joscha
Mit freundlicher Genehmigung