100 Years Balfour Declaration: Palestine and Colonial Dis/Continuities – a Lecture by Joseph Massad

Event details

  • Saturday | 04. November,2017
  • 18:00
  • Palais Strudlhof, Strudlhofgasse 10, A-1090 Wien

One hundred years ago, immediately after the British subjugation of Palestine, Arthur James Balfour, the foreign minister of the British empire, in a now historic declaration, assured the Zionist movement of the support of the British Crown for their goals.

His paper, now known as the Balfour Declaration, is considered to be one of the most important milestones of political Zionism​ in the realization of its goal of a Jewish national state in the former Ottoman province of Palestine.

In the context of colonial world politics, within which Zionism offered itself as a bulwark of Europe against Asia and as an “outpost of (white) culture against barbarism,” the contemporary Israel arose on the rubble of ethnically cleansed lands in the span of three decades. To this day, Israel is among the bloody and unresolved colonial conflicts of the 20th and 21st centuries.

What continuities and discontinuities in colonial politics does Israel illustrate?How much Balfour was there in the partition plan of 1947, in the war of 1967, or in the Oslo peace plan of 1994. Was it possible to solve the problem of antisemitism by the creation of “a home for the Jewish people” to which Zionism aspired?

In his presentation, Joseph Massad, Professor of Modern Arab Politics and Intellectual History in the Department of Middle Eastern, South Asian, and African Studies of Columbia University, will trace these continuities and discontinuities by means of the historical and current situation of Israel/Palestine.

#100YearsBalfourDeclarationVienna

#Balfour100

***

Vor 100 Jahren, am 2. November 1917 und unmittelbar im Abschluss der britischen Unterwerfung Palästinas, sicherte der Außenminister des britischen Empires, Arthur James Balfour in einer historisch gewordenen diplomatischen Note der zionistischen Bewegung die Unterstützung ihrer Ziele durch die britischen Krone zu.

Das als Balfour-Deklaration bekannt gewordene Papier gilt heute als einer der wichtigen Meilensteine des politischen Zionismus bei der Realisierung seines Ziels eines jüdisch-nationalistischen Staates in der ehemals osmanischen Provinz Palästina.

Geboren im Kontext kolonialer Weltpolitik, in der sich der Zionismus zugleich auch als Bollwerk Europas gegen Asien, als „Vorpostendienst der (weißen) Kultur gegen die Barbarei“ anbot, erstand drei Dekaden später jenes heutige Israel auf den Trümmern eines ethnisch gesäuberten Gebietes, das bis heute zu den ungelösten und blutigen kolonialen Konflikten des 20. Und 21. Jahrhunderts zählt.

Welche Kontinuitäten und welche Diskontinuitäten kolonialer Politik lassen sich anhand Israels ablesen, wie viel Balfour steckt im späteren Teilungsplan von 1947, im Krieg von 1967 oder im Osloer Friedensabkommen von 1994? Konnte mit der Schaffung einer “Heimstätte für das jüdische Volk” das Problem des Antisemitismus, dessen Lösung der Zionismus vorgab zu sein, gelöst werden?

Joseph Massad, Professor of Modern Arab Politics and Intellectual History in the Department of Middle Eastern, South Asian, and African Studies von der Columbia University wird in seinem Vortrag diesen Kontinuitäten und Diskontinuitäten anhand historischer und aktueller Realitäten in Israel/Palästina nachgehen.

#100YearsBalfourDeclarationVienna

#Balfour100

 

Indem Sie die Website weiterhin nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Information

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind so eingestellt, dass sie "Cookies zulassen", um Ihnen das bestmögliche Surferlebnis zu bieten. Wenn Sie diese Website weiterhin nutzen, ohne Ihre Cookie-Einstellungen zu ändern, oder wenn Sie unten auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen